Open Production Gestaltungsmodell für die Wertschöpfung in der Bottom-up-Ökonomie

URN urn:nbn:de:gbv:705-opus-27153
URL
Dokumentart: Dissertation
Institut: Institut für Konstruktions- und Fertigungstechnik
Fakultät: Fakultät Maschinenbau
Hauptberichter: Wulfsberg, Jens P. (Prof. Dr.-Ing.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 11.10.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum:
SWD-Schlagwörter: Produktion , Offenheit
Freie Schlagwörter (Deutsch): Interaktive Wertschöpfung , Wertschöpfungssystematik , Bottom-up-Ökonomie
DDC-Sachgruppe: Ingenieurwissenschaften

Kurzfassung auf Deutsch:

Die Globalisierung und die zunehmende informationelle Vernetzung führen zu völlig neuen Mustern der Wertschöpfung, die sich unter dem Begriff „Bottom-up-Ökonomie“ zusammen-fassen lassen. Diese unterscheidet sich in ihrem struktur- und prozessbezogenen Charakter wesentlich von der industriellen Produktion, da sie einer Logik der Offenheit folgt. --- Mit dieser Arbeit wird „Offenheit“ als ein Charakteristikum der Wertschöpfungssystematik untersucht und ein geeignetes Rahmenkonzept entwickelt, das produzierende Unternehmen bei der Wertschöpfungsgestaltung in einer zunehmend dynamischen Umwelt unterstützt. --- Das Forschungsziel dieser Arbeit bestand einerseits in der Entwicklung adäquater Modelle zur Beschreibung und Analyse von Wertschöpfungssystemen und andererseits in der Ableitung geeigneter Maßnahmen, um Wertschöpfungsaktivitäten und -strukturen in einer Bottom-up-Ökonomie erfolgreich gestalten zu können. Dabei sollten sowohl vorhandene eklektische An-sätze berücksichtigt, als auch neu gefundene Muster in ein gemeinsames Rahmenwerk integriert werden. --- Open Production stellt diesbezüglich ein erfolgversprechendes Gestaltungsmodell dar, das auf zwei grundlegenden Annahmen basiert. Zum einen wird davon ausgegangen, dass es sich bei Wertschöpfungssystemen um unternehmensübergeordnete und „lebensfähige“ Systeme handelt, die dementsprechend über vitale Funktionen und Strukturen verfügen, welche es zu unterstützen gilt. Zum anderen erfordert dieses Modell einen evolutionär-kybernetischen Managementansatz, der die besonderen Anforderungen eines lebensfähigen Wertschöpfungssystems berücksichtigt. --- Im Rahmen eines explorativen Forschungsansatzes wurden erste Erkenntnisse über neue Wertschöpfungsmuster gewonnen, mit deren Hilfe die neue Logik der Wertschöpfungssystematik beschreibbar gemacht werden konnte. Ein auf diesen empirischen Erkenntnissen beruhender heuristischer Bezugsrahmen verdichtet die gewonnenen Einflussfaktoren bei der Wertschöpfungsgestaltung zu einem dichotomen Kategoriensystem mit den Bedeutungspolen „Offenheit“ und „Geschlossenheit“. --- Mit der anschließenden Konzeption des Gestaltungsmodells, als eine Synthese aus Theorie und Empirie, erfolgte die Operationalisierung der gewonnenen Erkenntnisse. Dieses Modell beschreibt Wertschöpfungssysteme als Netzwerke mit einer Vielzahl von Akteuren. Jedem wird dabei eine potenziell wertschöpfende Rolle im Netzwerk zugewiesen, die durch mehr oder weniger intensive, interaktive Beziehungen zu anderen Akteuren zur Gesamtwertschöpfung des Systems beiträgt. Daraus konnten Handlungsfelder für das Management von Produktionsunternehmen abgeleitet werden, die, unter besonderer Berücksichtigung der Theorie der Offenheit, eine Vielzahl praxisbezogener Handlungsoptionen für die Gestaltung von Wertschöpfungssystemen umfassen und Orientierungshilfen für die Gestaltung von Unternehmensstrukturen und -prozessen bereitstellen.

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